AIDS-Hilfe Baden-Württemberg feiert 20-jähriges Bestehen und vergibt PositHIV-Preis

Verfasst von admin on Mo, 25/02/2008 - 19:37 in

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Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz

07.11.2007 „Wir müssen alle Kräfte bündeln, um die Zahl der Neuerkrankungen auf Dauer wieder zu senken“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Mittwoch (7.11.) bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der AIDS-HILFE Baden-Württemberg. Prävention und Aufklärung seien von zentraler Bedeutung, um den Anstieg von sexuell übertragbaren Krankheiten zu vermeiden. Nach Berichten des Robert-Koch-Instituts stieg die Zahl der HIV-Neuinfektionen zwischen den Jahren 2001 und 2006 wieder stark an. „Dieser Anstieg ist auf das nachlassende Problembewusstsein für HIV und Aids in der Bevölkerung zurückzuführen“, sagte Stolz. „Schutzmaßnahmen werden nicht mehr konsequent genug angewendet.“ Dabei könne - anders als bei anderen tödlichen Krankheiten - die Ansteckung mit Aids durch einen konsequenten Schutz vermieden werden.

Strategie einer erfolgreichen Prävention müsse es dabei sein, nicht nur die Prävention von Aids, sondern auch die Prävention anderer sexuell übertragbarer Krankheiten in den Mittelpunkt zu stellen und beide Bereiche kombiniert zu vermitteln. Daher nehme die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten einschließlich HIV und Aids in der durch die Landesregierung vorgenommenen Neuakzentuierung der Prävention einen hohen Stellenwert ein. Insbesondere bei jungen Menschen, bei denen das Bewusstsein für die Ansteckungsgefahren nicht oder nicht mehr vorhanden ist, sind Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen dringend erforderlich“, betonte die Ministerin.

Daneben sei es wichtig, „Ausgrenzung und Diskriminierung wirksam zu begegnen.“ Es gelte Menschen mit HIV und Aids in allen Lebensbereichen zu unterstützen und ihre soziale Ausgrenzung zu verhindern. Hier seien die AIDS-HILFE Baden-Württemberg und die angeschlossenen Hilfevereine kompetente Ansprechpartner. Die Ministerin würdigte: „Indem Sie die Ansprechpartner in der Arbeitswelt und den entsprechenden Institutionen für die besondere Situation von infizierten sowie an Aids erkrankten Menschen sensibilisieren, unterstützen Sie den Wunsch vieler Betroffener, trotz chronischer Erkrankung weiter am gesellschaftlichen Leben und damit auch am Arbeitsleben teilnehmen zu können.“

Die Ministerin überreichte den von der AIDS-HILFE Baden-Württemberg vergebenen PositHIV-Preis an das „Netzwerk der Angehörigen von Mensch mit HIV und Aids“. Seit mehr als zehn Jahren helfen die Netzwerkmitglieder betroffenen Menschen und ihren Angehörigen mit persönlichen Gesprächen und der Kontaktpflege in dieser schwierigen Situation. „Ich danke herzlich für dieses Engagement. Treten Sie weiter so intensiv für die Betroffenen und ihre Familien ein“, so Stolz.

Hinweis:
Mit dem von der AIDS-HILFE Baden-Württemberg vergebenen PositHIV-Preises werden seit 1993 Menschen und Institutionen gewürdigt, die sich in besonderer Weise für die Belange HIV-infizierter und aidskranker Menschen einsetzen. Die AIDS-HILFE Baden-Württemberg will damit - auch im Namen der regionalen AIDS-Hilfen - Dank sagen für ein beispielhaftes Engagement, das auf diesem Feld geleistet wird.
Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales