Bundesversammlung der Angehörigen
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Geschichte der Bundesversammlung der Angehörigen
1993 waren erstmals Eltern von Betroffenen bei einer Bundespositivenversammlung (BPV) anwesend – allerdings nur als Gäste. Untergebracht in Sechserzimmern einer Jugendherberge boten die drei Gespräche an die allerdings kaum angenommen wurden. Wirklich geredet wurde eher beim Glas Wein.
Überhaupt war alles etwas merkwürdig: „Wir Eltern hatten von der Welt der jungen Schwulen keine Ahnung. Und die wollten ja auch gar nicht, dass wir Ahnung haben“, erinnert sich Sigrun Haagen vom Netzwerk der Angehörigen. Noch dazu befand man sich in „Gauweiler-Zeiten“, „damals hat man sich mit der Krankheit noch viel mehr versteckt“, weiß die engagierte Mutter einer an Aids verstorbenen Tochter.
Dennoch wollten die beratenden Angehörigen Hilfe leisten, zum Beispiel beim Outing vor den Eltern. Ein Angebot, das leider eher schlecht als recht angenommen wurde. Dennoch waren auch 1994 wieder Eltern bei der BPV mit dabei, weiterhin als Gäste. Nicht nur die Unterbringung war komfortabel (diesmal im Stuttgarter Maritim), sondern auch die Resonanz war bedeutend zufrieden stellender, nicht zuletzt, weil die Angehörigen sich „gezeigt haben“. Sie waren zum Reden da, und nicht nur, wenn der Wein bereits die Zungen gelockert hatte. Vor allem viele junge Frauen suchten die Angehörigen auf, weil sie mit ihren eigenen Eltern nicht sprechen konnten. Nach der BPV stellten die Eltern fest, dass sie etwas für sich selbst tun müssen. Denn bis dato waren die Angehörigen noch nicht organisiert, es wurden von der DAH lediglich Wochenendseminare mit wechselnden Teilnehmern angeboten.
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