Sprecherin des Netzwerks der Angehörigen von Menschen mit HIV geehrt

Verfasst von admin on Di, 20/12/2005 - 18:16 in

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt überreichte
Bundesverdienstkreuz an Erika Trautwein

Berlin, 20. Dezember 2005 – Erika Trautwein, Sprecherin des Netzwerks der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids und in dieser Funktion Ansprechpartnerin im Bundesverband der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH), wurde gestern Abend für ihr bürgerschaftliches Engagement in der Vernetzung, Beratung und Begleitung Angehöriger in vergleichbaren Lebenssituationen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. In einer Veranstaltung zu Ehren von Robert Koch, der vor 100 Jahren den Nobelpreis für Medizin erhielt, überreichte die Bundesgesundheitsministerin die von Bundespräsident Köhler verliehenen Auszeichnungen an 16 Bürgerinnen und Bürger.

Sven Christian Finke, Vorstand der DAH, der für den Bundesverband an der Zeremonie teilnahm, würdigte Trautweins Engagement über viele Jahre. „Die Arbeit des Angehörigennetzwerks, die von Erika Trautwein maßgeblich geprägt und angestoßen wurde, kann durch institutionelle Einrichtungen nicht erbracht werden. Das hohe Maß an Authentizität und die fachliche Kompetenz macht das Engagement des Netzwerks in Deutschland unersetzlich und im Bereich von HIV und Aids einzigartig", sagte Finke.

1997 wirkte Trautwein, deren Sohn an den Folgen von Aids verstarb, an der Gründung des Netzwerks der Angehörigen von Menschen mit HIV und Aids mit. „Viele Familienangehörige und Nahestehende haben noch immer Angst, in ihrem Umfeld über die HIV-Infektion, Homosexualität, Drogenkonsum oder Gefängniserfahrungen eines Angehörigen zu sprechen", erläuterte Finke. Das Netzwerk bietet anonyme Beratung im Internet an, informiert und möchte stärken, über den Verlust von Angehörigen hinweg zu kommen.

Außer Erika Trautwein wurden unter anderem Hannelore Elsner, Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung, Rainer Jarchow, Mitgründer der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Heribert Knechten von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter und Jeane Freifrau von Oppenheim, ebenfalls Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung, für ihr Engagement für Menschen mit HIV und Aids geehrt.

In ihrer Ansprache würdigte Ulla Schmidt alle Preisträgerinnen und Preisträger als Menschen, die sich im Sinne Robert Kochs verdient gemacht haben: "Sie haben durch soziales Engagement medizinische Forschung, Prävention und Aufklärung in das Bewusstsein der Menschen gebracht. Die 16 Personen, die heute im Mittelpunkt stehen, sind Vorbilder", sagte Schmidt. Das Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV und AIDS ist im Internet unter angehoerige.aidshilfe.de zu erreichen.

 

Nachfragen und weitere Informationen:

Guido Schlimbach, Tel. 0221/925996-17, presse@dah.aidshilfe.de

 

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