Positive Begegnungen 26. - 29.08.2010 in Bielefeld
Offener Raum für An- und Zugehörige
Auch bei den diesjährigen Positiven Begegnungen in Bielefeld hat sich das Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV und AIDS aktiv mit der Gestaltung eines offenen Raumes für An- und Zugehörige beteiligt.

Am Eröffnungstag hatten die Teilnehmer/innen der Konferenz die Möglichkeit in offenen Räumen für Männer, die Sex mit Männern haben, Heterosexuelle, An- und Zugehörige, Neudiagnose HIV+, Jungpositive, Frauen, Menschen im Berufsleben sowie für Gehörlose Mitbetroffene zu treffen, neue oder andere Lebenswelten kennenzulernen und Gemeinsamkeiten mit anderen unmittelbar oder mittelbar Betroffenen zu finden.
Leider waren die offenen Räume insgesamt, wohl bedingt durch die ungünstige Lage am Tagungsort, nur mäßig besucht. Viele angereiste Teilnehmer/innen nutzten insbesondere die Gelegenheit in Lauras Cafe Bekannte und Freunde aus allen Teilen Deutschlands zu treffen.
Neben der Information von An- und Zugehörigen sowie HIV-positiven Menschen (beispielsweise hinsichtlich ihres Coming-Outes gegenüber ihren An- und Zugehörigen) hatten wir uns eine besondere Aktion ausgedacht.
Auf einer Leinwand konnten sich die Akteure zum Thema PositHIVes Coming-Out? künstlerisch positionieren. (Die Vorgaben rot=NEIN, die Infektion geht niemanden etwas an. und grün=JA, wenn ich die Angst vor den Folgen überwinden könnte.) Gerade durch die von uns vorgenommene Polarisierung, die kein "vielleicht" oder "es kommt darauf an" vorsah, führte dabei zu interessanten Gesprächen rund um diese Fragestellung.
Wir bedanken uns bei allen, die sich auf diese Aktion eingelassen haben und neue Aspekte für die individuelle Diskussion rund um die Frage "Wer soll es wissen?" hinzugefügt haben.

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